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"Excidobates mysteriosus"

VerbreitungNord Peru, nahe dem Dorf Santa Rosa, in Lagen von 600-1200m Höhe
Schutzstatusin der Schweiz nicht geschützt
LebensraumDurch weitläufige Rodung leben Restpopulationen in eher trockenen Waldresten und Steilhängen in Bromelien.
FortpflanzungDie Tiere werden nach 10 beziehungsweise 12 Monaten geschlechtsreif.
Lebenserwartungca. 10 Jahre
Grössebis 30mm
Luftfeuchtigkeitca. 60 bis 80%
Temperaturca. 22 bis 25°C, nachts ca. 6°C kühler
BeleuchtungT5 Leuchtstoffröhre und lokale Wärmespots, evtl. Heizmatte.
Bodengrundlockeres, saugfähiges Substrat z.B. Sphagnum Moos
EinrichtungFlaches Wasserbecken, Unterschlupf- und Klettermöglichkeiten. Bepflanzung (z. B. Ficus pumila, Scindapsus, diversen Bromelien etc.).
FutterInsekten (Drosophila, kleinste Grillen, Springschwänze). Regelmässige Mineralien- und Vitaminzugaben sind unerlässlich.
Terrariumgrössegemäss aktueller TSchV

 

Excidobates mysteriosus, auch als Marañón Baumsteiger respektive Marañón Pfeilgiftfrosch bezeichnet, ist eine seltene und interessante Art von Pfeilgiftfrosch, die in den abgelegenen Regenwäldern Perus beheimatet ist. Dieser kleine Frosch zeichnet sich durch seine auffällige Färbung aus, die ihn nicht nur attraktiv, sondern auch gut erkennbar macht. Wie viele Pfeilgiftfrösche nutzt Excidobates mysteriosus seine leuchtenden Farben als Warnsignal für Fressfeinde. Diese sogenannte Aposematismus dient dazu, potenziellen Angreifern mitzuteilen, dass der Frosch giftig und ungeniessbar ist. In der Wildnis entwickelt der Frosch seine Giftigkeit durch die Aufnahme von bestimmten Insekten und anderen wirbellosen Tieren, die giftige Alkaloide enthalten.

Dieser Frosch ist tagaktiv und verbringt seine Zeit hauptsächlich in der Laubschicht des tropischen Waldes. Er ist territorial und zeigt aggressives Verhalten gegenüber Artgenossen, wenn es um die Verteidigung seines Reviers geht. Excidobates mysteriosus ernährt sich vor allem von kleinen Insekten wie Ameisen, Termiten und Milben, die er mit seiner klebrigen Zunge schnell ergreift. Aufgrund seiner geringen Grösse von etwa 1,5 bis 2 Zentimetern ist er besonders flink und agil, was ihm bei der Nahrungssuche zugutekommt.

Die Fortpflanzung dieser Art ist besonders interessant. Die Weibchen legen ihre Eier auf dem Waldboden ab, oft in feuchten, geschützten Bereichen wie in Blättern oder Moosen. Nachdem die Kaulquappen schlüpfen, werden sie vom Männchen in kleine Wasseransammlungen, wie in den Blättern von Bromelien, getragen, wo sie weiter heranwachsen. Dieser ausgeprägte Brutpflegeinstinkt ist typisch für viele Pfeilgiftfrösche und sichert den Kaulquappen einen geschützten Entwicklungsraum, bis sie zu Fröschen herangewachsen sind.

Excidobates mysteriosus ist nicht nur wegen seiner einzigartigen Färbung und seines interessanten Verhaltens bemerkenswert, sondern auch wegen seines stark eingeschränkten Verbreitungsgebiets. Aufgrund der Zerstörung seines natürlichen Lebensraums und seiner geringen Population gilt er als stark gefährdet. Die Erhaltung der tropischen Regenwälder ist daher entscheidend für das Überleben dieser interessanten Art, die ein wichtiger Bestandteil der biologischen Vielfalt der peruanischen Regenwälder ist.

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