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"Kornnatter"

VerbreitungSO-USA (u. a. South Carolina bis S-Florida)
LebensraumLaubwälder bis Trockensavanne, dämmerungsaktiv
Fortpflanzunglegt 10-20 Eier, 2. Gelege im Jahr möglich. Zeitigungsdauer bei 27 °C etwa 60 Tage
Lebenserwartungüber 20 Jahre
Grösse80 bis 150cm
Luftfeuchtigkeit50-70%
TemperaturBodentemperatur zwischen 26-28 °C, lokale Erwärmung bis 33 °C. Nachtabsenkung auf 20-23 °C.
BeleuchtungT5 Leuchtstoffröhre mit lokalen Wärmespots
Bodengrundlockeres, saugfähiges Substrat z.B. Pinienrinde
EinrichtungUnterschlupfmöglichkeiten, Steine, Wurzeln u. a. Klettermöglichkeiten. Bepflanzung möglich Flache Wasserschale.
FutterMäuse und Ratten in geeigneter Grösse (frisst ohne Probleme aufgetautes Frostfutter)
BemerkungenDurch Züchtung mittlerweile viele Farbvarianten erhältlich. Untereinander gut verträglich.
Terrariumgrössegemäss aktueller TSchV

 

Pantherophis guttatus, besser bekannt als Kornnatter, ist eine ungiftige Schlangenart aus der Familie der Nattern, die in weiten Teilen der südöstlichen Vereinigten Staaten beheimatet ist. Sie bewohnt eine Vielzahl unterschiedlicher Lebensräume, darunter lichte Wälder, Felder, landwirtschaftlich genutzte Flächen und sogar die Nähe menschlicher Siedlungen. Besonders wohlfühlt sich die Kornnatter in Bereichen mit ausreichender Vegetation, Versteckmöglichkeiten und einem guten Nahrungsangebot. Aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit, ihres ruhigen Wesens und der auffälligen Färbung gehört sie zu den beliebtesten Schlangenarten in der Terrarienhaltung.

Die Kornnatter erreicht im Durchschnitt eine Länge von etwa 100 bis 150 Zentimetern, einige Exemplare können aber auch bis zu 180 Zentimeter lang werden. Ihr schlanker, muskulöser Körper ist meist orange bis rötlich gefärbt, durchzogen von dunkleren Sattelflecken, die oft schwarz umrandet sind. Die Bauchseite zeigt ein auffälliges, schachbrettartiges Muster aus schwarzen und weissen Feldern. Diese charakteristische Färbung dient in freier Wildbahn nicht nur der Tarnung auf dem Waldboden, sondern war auch Grundlage für zahlreiche Zuchtformen mit unterschiedlichsten Farben und Mustern.

Pantherophis guttatus ist dämmerungs- und nachtaktiv, wobei sie an kühleren Tagen auch tagsüber aktiv sein kann. Ihre Hauptnahrung besteht aus kleinen Säugetieren wie Mäusen, die sie mit einem plötzlichen Biss packt und anschliessend durch Umschlingen erstickt. Auch kleine Vögel, Echsen oder Frösche gehören gelegentlich zu ihrem Speiseplan. Kornnattern gelten als geschickte Jäger, die sich leise und gezielt bewegen und ihre Umgebung aufmerksam wahrnehmen.

Die Fortpflanzung erfolgt ovipar. Nach der Paarung im Frühling legt das Weibchen mehrere Wochen später ein Gelege von durchschnittlich zehn bis zwanzig Eiern in feuchten, geschützten Bereichen wie verrottendem Pflanzenmaterial oder unter Baumstümpfen ab. Die Jungtiere schlüpfen nach etwa zwei Monaten und sind bereits vollständig entwickelt und selbstständig. Sie ernähren sich zunächst von kleinen Beutetieren wie neugeborenen Mäusen oder kleinen Eidechsen.

In ihrer natürlichen Umgebung trägt Pantherophis guttatus zur Regulierung der Nagetier-Populationen bei und erfüllt damit eine wichtige ökologische Funktion. Trotz ihrer grossen Verbreitung ist sie in der Wildnis mancherorts durch Lebensraumverlust gefährdet, profitiert jedoch gleichzeitig von ihrem Ruf als nützliche, ungefährliche Schlange, die auch in der Nähe von Menschen oft toleriert wird. Ihr ruhiges Temperament, die beeindruckende Farbvielfalt und die hohe Anpassungsfähigkeit machen die Kornnatter zu einem der bekanntesten und interessantesten Vertreter der nordamerikanischen Reptilienwelt.

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