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"Westliche Hakennasennatter"

VerbreitungSüdkanada über die USA bis Nordmexiko
Lebensraumleben in Prärien, lichten Wäldern, Flussniederungen bis hin zu halbtrockenen Gebieten
FortpflanzungEs werden 4 bis 25 Eier gelegt, welche bei einer Temperatur von ca. 29°C nach etwa 60 Tagen schlüpfen.
Lebenserwartung15 bis 18 Jahre
Grössebis 90cm
Luftfeuchtigkeit40 bis 60%
TemperaturTagestemperatur von 28 bis 30°C, in der Nacht auf Zimmertemperatur absenken
BeleuchtungT5 Leuchtstoffröhren und lokale Wärmespots
BodengrundEine hohe Sandschicht, damit die Tiere wühlen können.
EinrichtungDie bodenbewohnenden Schlangen brauchen div. Versteckmöglichkeiten in Form von Steinen oder Korkröhren, sowie eine Wasserschale.
FutterMäuse
Terrariumgrössegemäss aktueller TSchV

 

Heterodon nasicus, bekannt als Westliche Hakennasennatter, ist eine kleine bis mittelgrosse, Schlangenart, die in Nordamerika verbreitet ist. Ihr Hauptverbreitungsgebiet erstreckt sich über die zentralen Vereinigten Staaten und Teile Kanadas, wo sie bevorzugt in trockenen, offenen Lebensräumen wie Prärien, Sanddünen, Buschland und Feldern lebt. Charakteristisch für diese Art ist die nach oben gebogene, keilförmige Schnauze, die ihr nicht nur den Namen, sondern auch eine ganz besondere ökologische Anpassung verleiht. Diese schnabelartige Nase wird zum Graben verwendet, etwa um Beute aufzuspüren oder sich in sandige Böden einzugraben.

Heterodon nasicus erreicht eine durchschnittliche Länge von 40 bis 80 Zentimetern. Ihr Körper ist gedrungen, die Färbung variiert regional, zeigt jedoch typischerweise eine sandfarbene bis graubraune Grundfarbe mit auffälligen dunklen Flecken oder Bändern auf dem Rücken. Diese Musterung hilft ihr, sich im natürlichen Lebensraum hervorragend zu tarnen. Trotz ihres oft dramatischen Auftretens ist sie eine harmlose und sehr defensive Schlange, die sich bei Bedrohung mit einem einzigartigen Verhalten verteidigt. Dabei flacht sie den Hals auf, zischt laut, schlägt mit geschlossenem Maul und stellt sich manchmal sogar tot, indem sie sich auf den Rücken wirft, das Maul öffnet und die Zunge heraushängen lässt.

Ihre Ernährung besteht hauptsächlich aus Amphibien wie Kröten, aber auch kleine Reptilien und gelegentlich Eier und Nager stehen auf dem Speiseplan. Ihr kräftiger Geruchssinn und die grabende Schnauze helfen ihr, versteckte Beute im Boden zu orten. Bei der Verdauung ihrer Hauptbeute, den Kröten, kommt ihr eine gewisse Resistenz gegenüber den Hautgiften dieser Tiere zugute.

Die Fortpflanzung erfolgt im Frühjahr oder Frühsommer, nach der Paarung legt das Weibchen bis zu zwei Dutzend Eier in lockeren, warmen Böden ab. Die Jungtiere schlüpfen nach rund zwei Monaten und sind von Anfang an eigenständig. Heterodon nasicus ist nicht nur ein interessanter Vertreter der nordamerikanischen Reptilienwelt, sondern auch ein Beispiel für besondere Verhaltensanpassungen im Tierreich.

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